Besichtigung und Infoveranstaltung bei den Bietigheimer Stadtwerken

Veröffentlicht am 31.01.2011 in Ortsverein
 

Die Konzessionsverträge laufen aus - was tun?

Wem erteilen wir für die nächsten 20 Jahre die Konzession für den Betrieb des Stromnetzes auf unserer Gemarkung? Diese Frage stellt sich derzeit für die überwiegende Zahl der Kommunen in Baden-Württemberg, spätestens im Jahr 2012.

Zwar ist bis dahin noch etwas Zeit, aber die SPD im Bottwartal hat sich bereits intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Eine Möglichkeit ist die Verlängerung der Konzessionsverträge mit den bisherigen Konzessionsnehmern wie z.B. den traditionellen Netzbetreibern EnBW und der RWE-Tochter Süwag, doch es gibt auch Alternativen.

Der Neuabschluss bietet die Chance, selbst in den Netzbetrieb und gegebenenfalls auch in die Energieversorgung einzusteigen, eigene Stadtwerke zu gründen – als einzelne Kommune oder mehrere „kleinere“ Kommunen gemeinsam in interkommunaler Zusammenarbeit – oder bereits etablierten kommunalen Partnern beizutreten.
Es besteht hierdurch die Möglichkeit den kommunalen Einfluss auf die Netzstruktur und die Versorgung sicherzustellen, Arbeitsplätze vor Ort zu sichern, lokale Klimaschutzkonzepte umzusetzen und last but not least auch Gelder in der Kommune zu halten.

Die SPD-Bottwartal (Ortsvereine Großbottwar, Murr, Oberstenfeld und Steinheim) organisierte deshalb für ihre Gemeinderäte und Funktionsträger Anfang November eine Besichtigung und Informationsveranstaltung in den Stadtwerken in Bietigheim-Bissingen (SWBB), um sich wichtige Informationen zu verschaffen und sich vor Ort ein Bild von einem leistungsfähigen Stadtwerk zu machen.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen, Herr Kübler, zeigte Aufbau, Aufgaben und Geschäftsmodell der SWBB auf. Ein Stadtwerk kann viele Aufgaben übernehmen, die den Menschen umfassende Angebote zur Daseinsvorsorge bieten. Neben der Versorgung mit Gas, und Strom werden auch Wasserversorgung, Schwimmbäder und der gesamte Tiefbau häufig über Stadtwerke organisiert. Die Besucher aus dem Bottwartal konnten sich davon überzeugen, dass die SWBB sehr wirtschaftlich arbeiten. Dies belegt auch das ständige Wachstum in den vergangenen Jahren. Einblick erhielten sie in ein modernes und effizientes Überwachungssystem, welche den reibungslosen Ablauf bei der eigenen Energiegewinnung garantiert.

Die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen (SWBB) selbst wollen sich beim Auslaufen der Konzessionsverträge auf jeden Fall bei den umliegenden Gemeinden um Versorgungsaufträge bewerben. Wie diese im Einzelfall aussehen könnten, wurde vom Geschäftsführer der Stadtwerke am Beispiel der Gemeinde Sersheim aufgezeigt, wo die SWBB und die Kommune Sersheim gemeinsam eine Betreibergesellschaft gegründet haben. Generell sind verschiedene Modelle der Zusammenarbeit denkbar.

Die Informationsveranstaltung war für die Genossen aus dem Bottwartal sehr aufschlussreich und bildet einer guten Grundlage für die weiteren Überlegungen und Diskussionen in den jeweiligen Gemeinden.

 

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