Offene Jugendarbeit in Großbottwar

Veröffentlicht am 12.02.2012 in Ortsverein
 

Diskussion in SPD-Vorstandssitzung 2012

Auf unserer Vorstandssitzung haben sich die Mitglieder über die weitere Hinhaltetaktik im Gemeinderat in Sachen Offene Jugendarbeit empört.
Seit über 10 Jahren bringe die SPD-Fraktion Jahr um Jahr einen neuen Antrag in den Gemeinderat ein, doch endlich mit dem Einstieg zu beginnen. Trotz eines Jugendforums 2010 gelingt es den Ausbremsern immer wieder, mit weiteren Vorgaben die Realisierung eines Jugendtreffs in der Kernstadt zu verhindern. Deshalb veröffentlichen wir hier noch einmal unseren Antrag von 2001! Dieser gilt für uns auch heute fast noch ohne Abänderungen!

Antrag an den Gemeinderat der Stadt Großbottwar

Hiermit beantragen wir
1. das Thema „Offene Jugendarbeit“
auf die Tagesordnung des Gemeinderats im
1. Halbjahr 2001 zu setzen,
2. zu dieser Sitzung den Kreisjugendpfleger einzuladen. (Anmerkung im Februar 2012: das ist bereits bis heute mehrfach geschehen; leider ohne greifbares Resultat!)

Begründung: In Großbottwar wird die Jugendarbeit bisher – abgesehen von dem Jugendtreff in Winzerhausen – durch Vereine und Kirchen geleistet. Unbestritten ist, dass den Jugendlichen damit ein breites Spektrum an Betätigungsmöglichkeiten geboten wird.
Dennoch kann nicht außer Acht bleiben, dass sich Jugendarbeit an den Bedürfnissen und Lebenslagen junger Menschen orientieren muss. Diese haben sich jedoch in den letzten Jahrzehnten wesentlich verändert. Die Jugendlichen von heute wollen sich nicht oder nicht nur in Vereinen und kirchlichen Organisationen engagieren. Sie haben heute mehr Freiräume und leben selbständiger als in der Vergangenheit. Gerade deshalb brauchen sie einen Zugriff auf Beratungs- und Orientierungsmöglichkeiten sowie geschützte „Freiräume“, um sich ihren eigenen Platz mit dem notwendigen Stehvermögen in unserer Gesellschaft zu erkämpfen. Dies umso mehr, als auch die Eltern vieler Jugendlicher heutzutage selbst massive Probleme haben sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden.
Geht man mit offenen Augen durch unsere Stadt und betrachtet die Situation an unseren Schulen sieht man die Probleme, die Jugendliche haben bzw. machen. Verschiedene Straßen und Plätze in unserer Stadt haben sich zu Treffpunkten für Jugendliche entwickelt. Im Gespräch mit Jugendlichen wurde an uns immer wieder der Wunsch nach einem Jugendraum oder einem Jugendhaus herangetragen. Den Jugendlichen fehlt ein Raum zum Zusammensitzen, „Schwätzen“, Spielen, Diskutieren und Musik hören.
Wir sehen es daher als notwendig an, dass sich der Gemeinderat mit dieser Thematik befasst und - wie in umliegenden Gemeinden bereits geschehen oder in die Wege geleitet - zusammen mit den Jugendlichen eine Konzeption für die offene Jugendarbeit entwickelt.
Ehrenamtlichkeit und Selbständigkeit sind in der Jugendarbeit von größter Bedeutung. Allerdings zeigen die Erfahrungen mit dem Jugendtreff in Winzerhausen und in anderen Kommunen, dass es ohne eine qualifizierte Fachkraft nicht funktioniert. Wir regen daher an, für den Einstieg in die offene Jugendarbeit einen Jugendsozialarbeiter aus dem „Mobilen Aktions-Pool“ des Landkreises Ludwigsburg zu beantragen.
Abschließend sei erwähnt, dass wir in der Sitzung vom 27.09.2000 vorgeschlagen haben, das Thema „Offene Jugendarbeit“ auf die Tagesordnung des Gemeinderatsseminars zu setzen. Dies ist nicht geschehen. Inzwischen haben wir uns vor Ort bei den Jugendtreffs in Murr und Ilsfeld informiert und sind nach persönlichen Gesprächen mit den Sozialarbeitern und den Jugendlichen überzeugt, dass offene Jugendarbeit als Teil der sozialen Infrastruktur sinnvoll und notwendig ist.
Die SPD-Fraktion

 

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